Digitale Menschenrechte

Privatsphäre schützt Menschen davor, dass in ihr Privatleben und ihre Kommunikation willkürlich oder ohne ausreichende Rechtfertigung eingegriffen wird. Im Digitalen betrifft das nicht nur offensichtliche Inhalte wie Chats, Fotos oder E-Mails, sondern auch Daten wie Standort, Kontakte, Geräte-IDs, Suchverläufe oder Profile, die aus vielen kleinen Spuren entstehen. Diese Informationen können sehr viel über Beziehungen, Gewohnheiten, Gesundheit oder politische Einstellungen verraten. Privatsphäre ist deshalb mehr als „nichts zu verbergen“: Sie ermöglicht es, sich frei zu entfalten, ohne ständige Beobachtung, Druck oder Angst vor Missbrauch. Datenschutz-Regeln setzen dafür praktische Leitplanken: Es soll nur verarbeitet werden, was wirklich nötig ist, und Betroffene sollen Kontrolle behalten (z. B. durch Auskunfts- oder Löschrechte, je nach Rechtslage). Privatsphäre schafft so Raum für Selbstbestimmung und schützt vor Diskriminierung und Machtmissbrauch.
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