Meinungsfreiheit schützt, dass Menschen ihre Meinung frei bilden und äußern dürfen – und ebenso, dass sie Informationen suchen, empfangen und weitergeben können. Im Internet zeigt sich das zum Beispiel durch Posts, Kommentare, Videos, Blogs oder das Teilen von Nachrichten. Gleichzeitig heißt Meinungsfreiheit nicht, dass „alles immer erlaubt“ ist: Eingriffe dürfen nur unter engen Voraussetzungen stattfinden – sie müssen auf klaren Gesetzen beruhen, einem legitimen Ziel dienen (z. B. Schutz der Rechte anderer) und notwendig sowie verhältnismäßig sein. Für die digitale Welt ist besonders wichtig, dass Maßnahmen nicht pauschal ganze Netzwerke oder Inhalte „abschalten“, sondern fair, transparent und überprüfbar sind. Auch Plattformen tragen Verantwortung: Regeln sollten verständlich sein, Entscheidungen nachvollziehbar begründet werden, und Nutzerinnen und Nutzer sollten Möglichkeiten haben, Einspruch einzulegen.